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Ein weiteres heiliges Kraut mit geheimnisvollen Eigenschaften. Die Griechen glaubten, dass sich die Götter mehr an einem Kranz aus Rosmarin erfreuten als an einem aus Gold. Die alten Römer schmückten ihre Götterfiguren mit Rosmarin und weihten ihn der Göttin Venus. Im Mittelalter glaubte man, dass er böse Geister vertreibt, und er durfte bei keinem der wichtigen Lebensereignisse fehlen – Taufe, Hochzeit und Beerdigung. Bräute trugen einen Kranz aus Rosmarin, der erst später durch Myrte ersetzt wurde.

Dieser ausdauernde Strauch wächst wild im Mittelmeerraum, vor allem in Italien, Jugoslawien und Griechenland.

Er wird bei der Zubereitung von Fleisch, Kartoffeln, Suppen und Saucen zum Marinieren von Wild, Hammel- und Schweinefleisch verwendet. Er ist ein untrennbarer Bestandteil der französischen und italienischen Küche. Er findet aber auch Verwendung in der Parfümerie, bei der Herstellung verschiedener kosmetischer Produkte und Duftöle, Kölnisch Wasser und Seife.

Getrockneter Rosmarin ist von warmer Natur und hat einen scharfen Geschmack, er löst Blockaden und bringt den Fluss in Gang. Frischer Rosmarin hat eine warme Natur und einen bitteren Geschmack.